Wirkstoff: Oxcarbazepin

 

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs: Oxcarbazepin

Oxcarbazepin wird eingesetzt zur Behandlung und Vorbeugung von Epilepsien, die nur einen Teil des Gehirns betreffen, einen so genannten fokalen Ursprung haben (auch genannt Fokale Anfälle). Anfälle, die sich von einem Punkt im Gehirn ("Fokus") später auf das gesamte Gehirn ausbreiten (so genannte sekundär generalisierte Anfälle) können ebenfalls mit Oxcarbazepin behandelt werden. Bei diesen sekundär generalisierten Anfällen handelt es sich zum Beispiel um tonisch-klonische Anfälle (auch als Grand-Mal bezeichnet), die mit Versteifungen und anschließenden Zuckungen einhergehen.

Oxcarbazepin kann als alleiniger Wirkstoff (Monotherapie) oder in Kombination mit anderen Antiepileptika eingesetzt werden.



Wirkungsweise von Oxcarbazepin

Oxcarbazepin gehört zur Wirkstoffgruppe der Antiepileptika. Oxcarbazepin zeigt eine ähnliche Wirksamkeit wie das bei Epilepsien häufig eingesetzte Carbamazepin. Es hat dabei aber weniger Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen. Außerdem muss die Dosis nicht wie bei Carbamazepin immer wieder gesteigert werden. Denn durch eine geringfügig andere chemische Struktur steigert Oxcarbazepin seinen Abbau nicht wie Carbamazepin durch sich selbst (Autoinduktion).

Oxcarbazepin scheint vor allem durch sein Stoffwechselprodukt Hydroxycarbamazepin antiepileptisch zu wirken. Hydroxycarbamazepin erscheint in zehnmal höherer Konzentration im Blut als sein Ausgangsstoff. Der anfallshemmende Effekt von Oxcarbazepin wie Hydroxycarbamazepin beruht möglicherweise auf einer Blockade des Natrium-Einstroms in die Gehirnzellen. Es können dort aber auch die Beeinflussung der Calcium- und Kaliumkonzentration eine Rolle spielen.

Bestimmte Anfallsarten wie Absencen, Muskelzuckungen und primäre Grand-Mal-Anfälle können durch Oxcarbazepin verschlechtert werden.

 

derzeitige Dosierung: -