Levomepromazin (abgesetzt)

auch bezeichnet als:
2-Methoxy-10-(3-dimethylamino-2-methyl-propyl)- phenothiazin


Anwendungsgebiete des Wirkstoffs: Levomepromazin

Levomepromazin wird zur Dämpfung psychomotorischer Unruhe und Erregungszustände im Rahmen psychotischer Störungen eingesetzt. Weiterhin wird es bei akuten Erregungszuständen während krankhaft gesteigerter Stimmungszustände angewandt.



Außerdem kann Levomepromazin als Kombinationspartner bei der Behandlung von schweren und/oder chronischen Schmerzen verabreicht werden.

Levomepromazin als Injektionslösung (Ampullen) wird zur Akutbehandlung schwerer psychomotorischer Unruhe- und Erregungszustände bei psychotischen Störungen gegeben. Diese Anwendung direkt in den Blutkreislauf sollte aber nur während stationäre Behandlungsbedingungen im Krankenhaus erfolgen.


Wirkungsweise von Levomepromazin

Levomepromazin ist ein stark dämpfendes Neuroleptikum vom Phenothiazin-Typ. Es zählt zu den typischen Neuroleptika. Aufgrund der mäßigen Blockade von Dopaminrezeptoren wirkt es aber nur schwach antipsychotisch.

Die Hauptwirkung von Levomepromazin ist charakterisiert durch ausgeprägte psychomotorisch-dämpfende und beruhigende (sedierende) Eigenschaften. Es wirkt außerdem schmerzlindernd, depressionslösend, brechreizlindernd, antiallergisch und lokalanästhetisch (örtlich betäubend).

Levomepromazin verstärkt weiterhin die Wirkung von Narkosemitteln sowie Schmerzmitteln. Dabei ist aber zu beachten, dass es die zentrale Temperaturregulation hemmt.

Beim Menschen wird eine schmerzlindernde Wirkung ab einer Dosis von 15 Milligramm erreicht. Eine sedierende (beruhigende) Wirkung tritt schon nach einer Dosis von 7,5 Milligramm ein.

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