Wirkstoff: Simeticon

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs: Simeticon

Simeticon löst größere Gasansammlungen im Magen oder Darm, so dass unangenehme Blähungen gelindert werden.

Spannungsgefühle im Bauch, Völlegefühl, Druck im Oberbauch, Aufstoßen, Übelkeit und Erbrechen sowie vorzeitiges Sättigungsgefühl sind weitere Anwendungsgebiete.

In Form einer Emulsion (milchige Lösung zum Trinken) dient Simeticon als Entschäumer zur Behandlung einer Spülmittelvergiftung.

Bei verschiedenen Diagnosemethoden wie Röntgen, Ultraschall oder Magen-Darm-Spiegelungen hilft Simeticon, Gasschatten zu vermeiden. Diese entstehen durch die normal vorkommenden Gasansammlungen im Magendarmtrakt und beeinträchtigen die Aussagekraft der Untersuchungen.

Auch nach Operationen wird es eingesetzt, um eine verstärkte Gasbildung zu behandeln. Diese können den Heilungsprozeß beeinflussen.

Letztlich wird der Wirkstoff auch verschrieben, um Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung zu mindern. Auf die Entzündung selbst hat Simeticon keine Wirkung. Für diese Anwendung sind Medikamente mit diesem Wirkstoff allerdings meist nicht zugelassen.



Wirkungsweise von Simeticon

Simeticon ist ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, das ähnlich wie Dimeticon aus einem Polysiloxan besteht, also einer langkettigen organischen Siliciumverbindung. Als solche ist es eine sehr stabile Substanz, die im Körper keinerlei chemische Reaktionen eingeht und ausschließlich physikalisch wirkt.

Eingenommenes Simeticon dringt im Magen-Darm-Trakt in den Nahrungsbrei ein. Dort verringert es die Oberflächenspannung von eingeschlossenen Gasblasen, sodass diese zerfallen. Die frei werdenden Gase werden dann von der Darmwand aufgenommen oder durch die Darmbewegungen Richtung After befördert und ausgeschieden.

 

 

derzeitige Dosierung: Tabl.