Wirkstoff: Levetiracetam



Anwendungsgebiet des Wirkstoffs: Levetiracetam

Levetiracetam kommt zur Anwendung bei Epilepsie mit Anfällen, die nur einen Teil des Gehirns betreffen (partielle oder fokale Anfälle). Diese Anfälle könne auf den betroffenen Hirnteil beschränkt bleiben, aber auch auf weitere Gehirnteile übergreifen.


Als Einzelwirkstoff kommt Levetirazetam nur für Patienten über 16 Jahre in Frage.

Zusammen mit anderen Antiepileptika wird der Wirkstoff bei Erwachsenen, Kindern und Säuglingen eingesetzt. Bei Säuglingen ist die Anwendung nur in Form einer Lösung zugelassen. Diese erlaubt die notwendige, sehr feine Dosierung. In Form von Infusionen kann Levetirazetam bei Kindern ab vier Jahren eingesetzt werden.


Wie wirkt der Inhaltsstoff?


Levetiracetam gehört zur Wirkstoffgruppe der Antiepileptika. Wie Levetiracetam im Körper seine Wirkung ausübt, ist bisher unbekannt.

Es wird davon ausgegangen, dass Levetiracetam die Gamma-Amino-Buttersäure (GABA), den wichtigsten anfallhemmenden Botenstoff (Neurotransmitter) im Gehirn, beeinflusst.

Bewiesen ist hingegen, dass Levetiracetam einen Anfallsschutz bei Epilepsie gewährt ohne grundlegende Zellfunktionen oder die normale Informationsübertragung zwischen den Nerven zu verändern. Im Tierversuch kann Levetiracetam nicht nur Krämpfe unterbrechen, sondern sogar das Entstehen neuer Anfälle verhindern. Ob Levetiracetam auch beim Menschen das Fortschreiten einer Epilepsie aufhalten kann, muss allerdings noch in weiteren Studien erforscht werden.