durchwachsen...

27-11-2010-nandoDie letzten Wochen waren echt schwer und nervenaufreibend. Es war ein ständiges Auf und Ab. Ein neues (versuchsweise eingesetztes) Medikament zeigte schwerwiegende Nebenwirkungen und löste in Kombination mit einem Epilepsie-Medikament bei Nando einen Krampfanfall mit einem bedenklichen Atemaussetzern aus. Glücklicherweise hatten  die Ärzte das Problem schnell im Griff und für Nando entstanden keinen weiteren Probleme. Die beiden Medikamente wurden sofort abgesetzt (Trileptal + Piracetam).

Die im Blut nachgewiesenen Stoffe, die auf einen Muskelzerfall hindeuten, sind auch zurückgegangen und zumindest was das angeht hat sich eine Besserung eingestellt.

Leider wurden auch schlechte Werte der Bauchspeicheldrüse festgestellt, die wahrscheinlich auch auf ein Medikament zurückzuführen sind (ich glaube Trileptal). Mittlerweile haben sich diese Werte auch etwas verbessert.

Nando hatte die letzten Wochen sehr mit seiner Spastik (erhöhter Muskelspannung) zu kämpfen und deutlich darunter gelitten. Die Ärzte versuchen verzweifelt dieses Problem mit Medikamenten in den Griff zu bekommen - leider bisher mit wenig Erfolgen.
Daraufhin wurde jetzt die Möglichkeit in Betracht gezogen, Nando eine Schmerzmittelpumpe, eine sogenannte Baclofen-Pumpe zu implantieren. Diese Pumpe (rund, Durchmesser ca. 7 cm und ca. 2 cm dick) wird unter die Bauchdecke gepackt und ein sehr dünner Katheder (Schlauch) in den   Rückenmarkskanal gelegt. Diese Pumpe gibt dann gezielt an dieser Stelle (Rückenmark) ihr Medikament in regelmäßigen Abständen ab. Mit etwas einem hundertstel der jetzigen Dosis.
Fraglich ist nur, wo  in den kleinen Bauch, soll so ein Ding hin? Ein Spezialist der Uni-Klinik in Dresden hat sich Nando bereits angeschaut und grundsätzlich die Möglichkeit in Betracht gezogen. Das wäre die äußerste Möglichkeit, sollten die Ärzte es mit Medikamenten nicht schaffen.

Seit letzter Woche erhält Nando ein neues neuroleptisches  Medikament (Topamax).

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